Aufbaukurs Tauchsicherheit und Rettung 2026
Tauchunfälle haben selten eine einzige Ursache. Meist ist es eine Verkettung von Problemen: eine undurchdachte Planung, eine übersehene Kleinigkeit, eine Situation, in der Unwohlsein in Panik kippt. Der Aufbaukurs „Tauchsicherheit und Rettung“ setzt genau da an: Je früher man ein Problem erkennt, desto unwahrscheinlicher wird ein Tauchunfall. Fünf Tauchende der Tauchsportgruppe Karlsruhe des KIT, der DLRG Raststatt und des TC Koralle Muggensturm haben den Umgang mit Problemen am 15. und 16. August im Kurs “Tauchsicherheit und Rettung” geübt.
Der erste Tag begann um 9 Uhr mit einer Begrüßung im Vereinsheim in Muggensturm, gefolgt von einem Theorieblock unter der Leitung von Tobi, Lukas und Steffi. Das Vormittagsprogramm konzentrierte sich auf die Prävention und Bewältigung von Tauchunfällen sowie auf das Erkennen und Einschätzen riskanter Situationen. Kurzum: auf Aspekte, über die man sich besser vor dem Abtauchen als während des Tauchgangs Gedanken macht.
Am Nachmittag gingen wir zum praktischen Teil der Ausbildung über. Nach dem Test von verschiedenen Schneidewerkzeugen beim Aufschneiden eines Neoprenanzug (Easycut überzeugte am meisten!) übten wir die Herz-Lungen-Wiederbelebung und Sauerstoffgabe mittels verschiedener Systeme, von Constant-Flow bis zum Wenoll-Kreislaufsystem. Anschließend ging es zum Goldkanal für die Übung von Rettungs-, Berge- und Transporttechniken. Ausgerüstet mit ABC-Ausrüstung übten wir bewusstlose Tauchende aus dem Wasser zu bergen und an Bord eines von der DLRG Rastatt bereitgestellten Bootes (Danke dafür!) oder durch den Schlamm ans Ufer zu ziehen. Nach einer Nachbesprechung klang der Tag mit einem gemeinsamen Grillabend im Vereinsheim aus.
Am Sonntag ging es weiter mit drei Tauchgängen im Freizeitparadies am Deglersee. Beim ersten Tauchgang stand die Bergung eines Tauchpartners aus zehn Metern Tiefe im Mittelpunkt. Beim zweiten Tauchgang wurde ein vereister Atemregler simuliert, wodurch sich zwei entscheidende Fragen ergeben: Kann ich mir selbst helfen und weiß mein Tauchpartner an welches Ventil mein Hauptatemregler angeschlossen ist? Beim dritten Tauchgang „verloren” wir abwechselnd alles Mögliche: Flossen, Masken, Bleigewichte, Tauchpartner und sogar einen gelösten Inflatorschlauch. Alles Probleme, welchen wir unter Wasser begegnen können.
Das Fazit des Wochenendes fiel durchweg positiv aus. Besonders schön war die Motivation der Tauchlehrer und die Zusammenarbeit mit der DLRG: Die Gruppe verstand sich von Anfang an hervorragend und alle profitierten vom Wissen und der Erfahrung der anderen Teilnehmer. Mehr kann man sich von so einem Wochenende kaum wünschen. (Anne L.)






