Hallo Taucher,

willkommen auf der Homepage des Tauchclub „Koralle“ e.V. Muggensturm. Auf den folgenden Seiten findest Du sicherlich Interessantes rund um unseren Verein und das Tauchen.

 

Ausflug zum Gravière du fort in Frankreich

Am Sonntag den 11.07.2021 trafen sich um 7 Uhr am Clubhaus 20 Mitglieder unseres Tauchclubs. Wir machten in Holzheim (Frankreich) zwei entspannte Tauchgänge.Zurück am Clubhaus wurde noch gegrillt und der 1300. Tauchgang von Jo Meyer gefeiert.

Nitroxkurs’21

Am vergangenen Freitag den 07.07.2021 nahmen sieben Teilnehmer am Nitroxkurs unter der Leitung von Jo Meyer und Rudi Gastl teil. Sie  wurden in der Theorie mit der sicheren Planung und Durchführung von Tauchgängen mit Nitrox (einem Gemisch aus Stickstoff und max. 40% Sauerstoff) geschult. Hierbei ging es unter anderem um die besonderen Probleme, einzuhaltenden Tiefen, Nullzeiten und die besonderen Anforderungen an die Ausrüstung. Alle Teilnehmer bestanden den Kurs, herzlichen Glückwunsch zum erworbenen Nitrox-Brevet.

 

 

Jahresrückblick 2020

Eigentlich ist 2020 eine schöne Zahl für ein Jahr in dem man sich markante Dinge einfach merken könnte. Eigentlich…. wenn nicht Corona dieses Jahr zu einem außergewöhnlichen Jahr für den Tauchclub Koralle aber auch für die gesamte Menschheit gemacht hätte. Im Dezember 2019 starteten noch Sanierungsarbeiten an den beiden Giebelseiten des Vereinsheimes die sich bis in den Februar hineinzogen.

 

 

Aus China hörte man im Januar von einer neuen Art Grippe, welche zu dieser Zeit in Deutschland noch niemand für Ernst nahm. So startete der Tauchclub am 06. Januar ins neue Jahr 2020 mit einem Dreikönigstauchen im Freizeitcenter Stollhofen, welches von Wolfgang Hirth, wie schon seit vielen Jahren, bestens organisiert wurde. 

Im Vereinsheim wurden Elektroarbeiten durchgeführt um alles auf den neuesten Stand der Technik zu bringen. Die Jahreshauptversammlung wurde am 07. März durchgeführt. Neben den Beiträgen der verschiedenen Ressortleiter waren auch die Neuwahlen des 2. Vorsitzenden, des Kassiers, sowie der Kassenprüfer. Bis dahin lief im Tauchclub alles wie die Jahre zuvor. Doch dann kam am 22. März der deutschlandweite erste Lockdown, und das Vereinsleben stand, wie überall in Deutschland, zunächst einmal still. Kontaktverbot war das Stichwort. Keine Vereinsabende am Donnerstag, keine Ausbildung, keine Freunde treffen, nichts. Selbst unser „Haussee“ in Plittersdorf war bis auf Weiteres für den Tauchbetrieb geschlossen. Dies blieb so bis Ende April. Langsam fuhr das Vereinsleben wieder hoch, Freunde treffen mit den entsprechenden Hygieneregeln war wieder möglich. Zum Glück hatten wir ein sehr mildes Frühjahr, so dass die Vereinsabende im Freien vor dem Vereinsheim zunächst einmal stattfinden konnten. Tauchen war als Individualsport im Freien und zu zweit wieder möglich. Am 28. Juni reiste dann eine kleine Gruppe Mitglieder an den Vierwaldstättersee in die Schweiz, um dort einige Tauchgänge vom Tauchschiff Kontiki aus zu machen. Dort war man in Sachen Coronapandemie deutlich entspannter unterwegs als in Deutschland. Aber in Deutschland war Tauchausbildung unter den gegebenen Umständen fast unmöglich. Auch das traditionelle Schnuppertauchen im Ottenauer Kuppelsteinbad und der Ferienspaß für Muggensturmer Kinder im Kuppelsteinbad vielen Corona zum Opfer. Etwas Entspannung gab es dann doch im August. So gab es eine Vereinsausfahrt ins benachbarte Elsass an den See Gravier du Fort bei Straßburg, der die Taucher bei Dauerregen aber mit besten Sichtverhältnissen unter Wasser bei Laune hielt. Im September ging es für einige Taucher hoch in den Norden nach Hemmoor. Am 4. Oktober fand das traditionelle Abtauchen der Tauchsaison im Plittersdorfer Deglersee unter Einhaltung aller AHA-Maßnahmen statt. Immerhin waren 15 Taucher hier am Start. Vom 08.10. bis 11.10. fand der jährliche Trip zum Walchensee statt. Auch hier wieder Coronagemäß mit sehr reduzierter Mannschaft. Nur 12 Personen insgesamt durften an diesem Eventausflug überhaupt teilnehmen. Für die wenigen Teilnehmer war es trotzdem ein schöner Ausflug, wenn auch geliebte Traditionen wie der Grillabend und das gemütliche Zusammensitzen auf der Terrasse nicht wie gewohnt stattfinden konnten. Mit Herbstanbruch stiegen auch wieder die Coronazahlen in Deutschland und es blieb weiterhin dabei, dass keine Veranstaltungen stattfinden dürfen, daher wurde auch St. Martin und der Weihnachtsmarkt in Muggensturm abgesagt. Auch das Vereinsleben wurde wieder heruntergefahren, das Vereinsheim bleibt wieder bis auf Weiteres geschlossen, der Donnerstagstreff liegt vorerst auf Eis. Tauchen als Individualsport im Freien und max. zu zweit bleibt zwar weiterhin erlaubt, aber der Austausch untereinander, das Erzählen von erlebten Unterwasserabenteuern, das Reisen in ferne Tauchgebiete, das bleibt momentan leider auf der Strecke. 

Ausbildung 2020

Begannen wir im Februar mit 5 Tauchinteressenten und den Theorieeinheiten Physik, Materialkunde, Medizin, Tauchgangs Berechnungen und Notfallrettung und auch mit Praxis im Hallenbad, mussten wir im März alles auf Eis legen. Auch bei der Tauchausbildung kam es zum Lockdown. Sogar das private Tauchen selbst wurde zeitweilig untersagt.

Normalerweise werden 5 Theorieeinheiten abgehalten, doch diese mussten wir nun durch home study ersetzen um überhaupt weitermachen zu können. Leider wurde für 3 jugendliche Beginner der Kurs komplett verschoben, für sie wird es hoffentlich in 2021 weitergehen können. Die praktischen Übungen für die 2 verbliebenen Bronze Tauchschüler mussten wir komplett auf den Sommer legen und auch die Tauchgänge zogen sich bis in den Oktober. Die Abschluss Tauchgänge wurden größtenteils in Hemmoor, wie das Jahr zuvor absolviert. Für die Tauchschüler jedoch etwas ganz Besonderes. Der See befindet sich Niedersachsen, ca. 50 km südöstlich von Cuxhaven, im westlichen Teil der Stadt Hemmoor. 

Der Kreidesee ist das Resultat von 117 Jahren Zementproduktion. Das Zementwerk wurde im Dezember 1983 stillgelegt, und im Mai 1985 wurde mit den Abbrucharbeiten begonnen. Nach dem kompletten Abbruch der Fabrik wurde nur der Bereich der Grube entlang der B73 verfüllt, um die Uferzonen zu stabilisieren. Dem Tagebau verdanken Taucher heute einen einmaligen See, mit 33 Hektar Fläche und immerhin noch 60 Metern Tiefe der dritttiefste in Norddeutschland. Das leicht basische Wasser mit wenig Plankton beschert in Schönwetterperioden beachtliche Unterwasser-Sichtweiten. Mitte der 80er Jahre entdeckten die ersten Sporttaucher den See, der schon damals mit einer eindrucksvollen Süßwasserflora und -fauna überraschte. Bei optimalen Wetterbedingungen kann die Sicht auf bis zu 40 Meter ansteigen. Sichtweiten zwischen 10-20 Metern sind aber meistens gegeben und somit für die Tauchausbildung optimal. Der See bietet unglaublich viele Unterwasser Attraktivitäten, 2005 wurde ein nagelneuer Lkw in 32 Meter Tiefe so platziert, das es so aussieht, als würde er gerade Kreide in die Schütte kippen.
Ein freischwebender großer weisser Hai, eine Segeljacht, in 10 Meter Tiefe eine freischwebende Piper 28, ein Streifenboot, PKW`s und Wohnwagen in unterschiedlichen Tiefen bieten sehr abwechslungsreiche Tauchgänge. Kurz und bündig, ein unglaublich abwechslungsreiches Unterwasserangebot für alle Taucher.

Zwei Silberanwärter wurden komplett in dieser Woche weitergebildet. Die Apnoeübungen, Rettungsübungen mit den gesamten Übungstauchgängen wurden in Hemmoor abgenommen. Zum Abschluss der Ausbildungswoche wurde eine Schriftliche Prüfung abgelegt. Alle Teilnehmer haben die Prüfung schriftlich und praktisch zu Bronze und Silber bestens bestanden.

 

 

Wir freuen uns alle auf ein gesundes und normales Jahr 2021!