Wenn der Trocki zur Zwangsjacke wird: AK Medizin Praxis 2026
Es gibt Samstagmorgen, an denen man sich am liebsten noch einmal im Bett umdrehen möchte. Und dann gab es den 14. März 2026. An diesem Tag verwandelte sich das, wie Insider wissen, geradezu luxuriöse Vereinsheim des TC Koralle Muggensturm e.V. in ein hochkarätiges medizinisches Ausbildungszentrum.
Auf der Agenda stand der BTSV-Aufbaukurs „Medizin Praxis“. Dass dieses Seminar einen exzellenten Ruf genießt, zeigte allein schon ein Blick auf die Kennzeichen der Anreisenden: Insgesamt 15 Teilnehmerinnen und Teilnehmer scheuten keine Mühen und reisten aus der halben Bundesrepublik an. Die geografische Bandbreite reichte von der schwäbischen Gemütlichkeit Tübingens bis zur rauen Brise Hamburgs.
Auch die Erfahrungsstufen waren bunt gemischt: Vom motivierten CMAS*-Taucher, der gerade erst die Faszination der Unterwasserwelt entdeckt hat, bis zum routinierten TL*** war alles vertreten.
Unter der souveränen organisatorischen Leitung von Jo Meyer startete der Tag pünktlich und bestens strukturiert. Für den fachlichen Part wurde echte Expertise ins Haus geholt:
Der Tauchmediziner Florian Dresely übernahm die medizinische Leitung und machte von der ersten Minute an klar, dieser Kurs würde alles andere als ein trockenes Theorie-Koma werden. Selbst Teilnehmer, die diesen Aufbaukurs bereits zum wiederholten Male besuchten, gaben unumwunden zu: Hier gab es noch richtig was zu lernen.
Zunächst standen die Basics auf dem Programm, die jedoch im Ernstfall über Leben und Tod entscheiden. Die stabile Seitenlage, die Herz-Lungen-Wiederbelebung (HLW) und der korrekte Einsatz eines AED (Defibrillator) wurden ebenso intensiv gedrillt wie die fachgerechte Gabe von Sauerstoff.
Ein bisschen rustikal, aber extrem faszinierend wurde es dann beim Thema Anatomie. Florian hatte nicht nur bunte Plastikmodelle dabei, sondern echte Schweineorgane aus Schlachtabfällen. Herz, Lunge und Bronchien lagen plötzlich vor uns auf dem Seziertisch. Das klingt im ersten Moment vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig, aber es war das unangefochtene Highlight des Tages! Wenn man einmal direkt gesehen und gefühlt hat, wie eine Lunge funktioniert und wie sich das Gewebe anfühlt, versteht man die Risiken und medizinischen Zusammenhänge beim Tauchen auf eine ganz andere, viel tiefere Art und Weise.
Zum Abschluss eines durchaus gelungenen Seminartages wurde es sportlich: Wie befreit man einen „verunglückten“ und völlig schlaffen Taucher eigentlich aus seinem Trockentauchanzug? Einen bewusstlosen Buddy aus seinem Trocki zu befreien, gleicht manchmal eher einem Ringkampf als einer koordinierten Rettungsaktion. Wer schon einmal versucht hat, sich selbst aus einer zu engen Neoprenmanschette zu pellen, kann sich vorstellen, dass diese Übung so manchen an die Geduldsgrenzen bringt. Aber genau deshalb ist es so wichtig das im Trockenen zu üben!
Aber was wäre ein Seminar beim TC Koralle ohne unsere fantastische Community? Ein riesiges Dankeschön geht an alle Helferinnen und Helfer im Hintergrund. Vom frischen, lebensrettenden Kaffee am Morgen über das Frühstück bis hin zum warmen Mittagessen war die Verpflegung mal wieder auf Sterneniveau. Ein besonderer Dank gilt dabei unserer Edith!
Diese Pausen sind genauso wichtig wie das Seminar selbst. Es wurde gelacht, gefachsimpelt und genetzwerkt. Nordlichter tauschten sich mit Schwaben aus, und am Ende des Tages ging jeder mit neuen Eindrücken und neuen Kontakten nach Hause.
Kurzum: Es war ein großartiger, lehrreicher und absolut geselliger Tag. Wer in Zukunft die Möglichkeit hat, an diesem Seminar beim TC Koralle teilzunehmen, sollte sich diese Chance auf keinen Fall entgehen lassen. Ein rundum gelungener Fortbildungstag, der einen festen Platz in jedem gut geführten Taucherpass verdient!
Bericht: Florian Kurschus & Tessa Bausch






Mutig, fröhlich und ein bisschen verrückt – so startete das neue Jahr am Epplesee. Fünf Taucher wagten sich zum traditionellen Neujahrstauchen ins Wasser und trotzten dabei einer Wassertemperatur von gerade einmal 8 Grad, sie verschwanden im kalten Nass und setzten damit ein echtes Highlight zum Jahresbeginn.
Manche blieben lieber an Land und sorgten dort für die passende Neujahrsstimmung. Bei Sekt, Glühwein und wärmendem Tee wurde gemeinsam auf das neue Jahr angestoßen. Lachen, gute Laune und ein tolles Gemeinschaftsgefühl machten den Neujahrstag perfekt.