Hallo Taucher,

willkommen auf der Homepage des Tauchclub „Koralle“ e.V. Muggensturm. Auf den folgenden Seiten findest Du sicherlich Interessantes rund um unseren Verein und das Tauchen.

Am Donnerstag den 19. Februar um 18 Uhr im Vereinsheim des TC Koralle e.V., Vogesenstr. 103 in Muggensturm (am Badesee) findet ein Infoabend unserer Ausbilder statt. Dort gibt es die ersten infos zu allen angebotenen Tauchkursen der Saison 2026.

1. Mai Radtour

Bei herrlichstem Wetter trafen sich die Tauchfreunde des TC Koralle zur diesjährigen Fahrradtour am 1. Mai 2026. Knapp 20 Mitglieder trafen sich am Vereinsheim an der Vogesenstraße, um von dort aus Richtung Westen zu radeln. Die erste Station war die Rheinfähre in Plittersdorf.

Hier übergesetzt, wartete auf der anderen Rheinseite bereits eine Überraschung für alle Mitglieder. Die netten Clubmitglieder Martina und Ralph warteten bereits mit gut gekühlten Erfrischungen für die Radler. Eine wirklich willkommene Erholung nach den ersten 16 km.

Nach einer kurzen Pause ging’s dann entspannt weiter Richtung Norden, den Rhein entlang, bis nach Neuburg am Rhein. Dort besuchten wir den Angelsportverein Neuburg e.V., der dort sein jährliches Anfischen kulinarisch feierte.

Mit der Rheinfähre ging es dann von Neuburg nach Neuburgweiher und weiter über Au am Rhein zum Schützenhaus in Durmersheim. Die dortige Maifeier war bereits im vollen Gange, und alle Radler konnten sich hier an Merges, Pizza und allerlei Getränken laben.

Von dieser letzten Station ging es dann nur noch wenige Kilometer zurück zum Vereinsheim an der Vogesenstraße, wo nach einem wirklich gelungenen Mai-Rad-Ausflug das zünftige Zusammensein zelebriert wurde. Bei gegrilltem und mit gut gekühlten Getränken ging ein wunderschöner Tag zu Ende, der schon Vorfreude auf den 1. Mai 2027 macht.

 

Alle(s) den Bach runter: SK Flusstauchen 25.+26.04.2026

Bei Kaiserwetter am Kaiserstuhl vorbei reisten 11 Vereinsmitglieder des STC Nautilus aus Neustadt a.d.Weinstraße bereits freitags an. Die Unterkunft, der Landgasthof Wider in Gottmadingen, verfügte über eine Servicekraft mit ausgesprochen speziellem Humor. Zum Glück wurde die Nautilanergruppe durch einen Taucher aus Düsseldorf komplettiert, der um keine Antwort verlegen war und so hatten wir bereits am Vorabend herrlich Spaß.

Am Samstagmorgen lernten wir dann alle unsere Ausbilder kennen: Steffi, Elke, Rudi, Tobi, Markus und Jo vom TC Koralle Muggensturm, die – so viel sei schon verraten – zusammen den SK super organisiert und durchgeführt haben. In der Teilnehmergruppe waren vom 1*- Taucher bis zum TL 2 unterschiedlichste Ausbildungsstufen vertreten, was aber das Flusstauchen betraf, waren wir alle Neulinge. Also lauschten wir aufmerksam den Präsentationen. Anhand anschaulicher Folien lernten wir im Theorieteil einiges über Strömungsgeschwindigkeit und -arten, über den Unterschied von Außen- und Innenkurve, über Flussquerung, Ausrüstung und Besonderheiten bei der Tauchgangsplanung samt Sicherheitsvorkehrungen. Nach dem Theorieteil hatten wir einen ganz neuen Blick auf Begriffe wie ‚Kissen‘, ‚Pilz‘ oder ‚Walze‘ und wirklich jeder wusste, woran man starke Strömung

erkennt: „Das ist da, wo der Frosch keine Locken hat“.

Pünktlich um 13:00 Uhr fuhren wir am Samstagmittag nach Schaffhausen an die ‚Rhybadi‘, ein

1870 erbautes Schwimmbad am und im Rhein, das sich seinen ursprünglichen Charme bewahrt hat. Kurz vor Saisonstart hatten wir das Bad ganz allein für den SK, genug Platz also für Ausrüstung und Tauchgangsbesprechung. Alle Tauchgänge fanden in 3er-Gruppen statt, pro Ausbilder zwei Teilnehmer. Der erste TG führte uns bei moderater Strömung innerhalb der Schwimmbecken und zwischen den Pfeilern unterhalb der Kabinen und Gänge an das Flusstauchen heran, wobei die bewachsenen Pfeiler einen wunderschönen Anblick boten. Der zweite TG führte dann aus der ‚geschützten‘ Zone hinaus in Richtung Flussmitte mit stärkerer Strömung und wieder zurück ins Rhybadi. Für überzeugte Trockentaucher fühlte sich der empfohlene Neopren zum Nasstauchen zu dieser Jahreszeit irgendwie falsch an, aber bei strahlendem Sonnenschein und um die 23°C Außentemperatur musste niemand beim Umziehen frieren. Es gab so vieles auszuprobieren und zu sehen, dass man die Wassertemperatur von 13-14°C kaum wahrgenommen hat. Selbstverständlich wurden die Tauchgänge im Anschluss ausführlich besprochen, zu diesem Zeitpunkt erfuhren wir genauer, wo die sog. Todeszone vor dem flussabwärts nahe gelegenen Kraftwerk beginnt. Schließlich wurden wir mit einem besonderen Service verwöhnt: Jo brachte unsere Flaschen zum Füllen, hier sei John vom Dugong Dive Center herzlich gedankt, so dass wir unbesorgt zurück zur Unterkunft fahren konnten. Den Abend verbrachten wir beim gemeinsamen Abendessen in geselliger Runde, wobei unser Rheinländer im Zusammenspiel mit o.g. Servicekraft zur Höchstform auflief – was hätten wir ohne ihn nur gemacht?

Am Sonntagmorgen wurde es ernst, wir tauschten den ‚Spielplatz‘ von der Rhybadi gegen das linksrheinische Ufer ‚in freier Wildbahn‘ an der Flurlinger Brücke, eine große Autobrücke unterhalb des Kraftwerks, aber oberhalb des Rheinfalls! Die Autos wurden geparkt und dann nahmen wir die „Wanderstrecke“ erst mal in Augenschein: zuerst liefen wir flussaufwärts zur Brücke und betrachteten den Einstieg. Über große Steinquader erreicht man dort das Wasser.

Dann ging es an den Autos vorbei flussabwärts zu möglichen flachen und einfachen Ausstiegen. Vor den Tauchgängen beobachteten wir die Wasserbewegungen am Ufer und um die Brückenpfeiler, wir besprachen mit unseren Ausbildern genau, wie wir den Rhein womöglich ganz queren könnten. Und auch, wie wir mit der Strömung am besten wieder zurückkommen oder wie man ‚Handzeichen‘ macht, wenn man gar keine Hand frei hat. Dann machten wir alle die Erfahrung, was Flusstauchen bedeutet, es ist nämlich fast alles anders, als wir mal gelernt haben: kein Oktopus, keine langen Schläuche, kein Kompass, keine Luftabfrage, dafür aber keine Scheu vor Bodenkontakt und Steine anfassen! Im Nachgang stellten wir fest, dass sogar das Atemminutenvolumen anders ist. Jedenfalls wurde in der starken Strömung der Flussmitte aus Flusstauchen eher Flusskrabbeln, so dicht wie möglich am Grund sollten und mussten wir uns von Stein zu Stein hangeln. Was manchen nach dem ersten Versuch fast unmöglich erschien, quer bis ans rechtsrheinische Ufer, gelang mit etwas Übung und der richtigen Technik dann doch. So wurden am Sonntag aus normalen Sporttauchern eine besondere Art ‚Kreislauftaucher‘: Auto  laufen zum Einstieg  Tauchgang  laufen vom Ausstieg zum Auto  laufen zum Einstieg  Tauchgang  laufen vom Ausstieg zum Auto  laufen zum Einstieg  usw. immer im Kreis. Je nachdem, wie weit man sich treiben ließ oder wie schnell man zu Fuß in voller Tauchmontur unterwegs war, konnte man zwei bis vier Flusstauchgänge mit den Ausbildern unternehmen. Letztlich waren wir alle begeistert von dieser neuen Erfahrung, eine kleine Gruppe wagte sich sogar nach Abschluss der Übungstauchgänge ohne Ausbilder ins nun 12-13°C kalte Wasser. Trotz unserer Konzentration auf die Strömungsverhältnisse wurden in den Tauchgruppen auch Rheinbewohner gesichtet: Welse, Aale, Schleien, Hechte, Döbel, Brachsen, Groppen und Schnecken.

Als am Sonntagnachmittag der rundum gelungene Sonderkurs Flusstauchen endete, hatten wir nicht nur Sonne am Himmel, sondern auch im Herzen. Es fand sich eine so tolle Truppe zusammen, die Stimmung hätte nicht besser, das Wochenende nicht gelungener sein können.

An dieser Stelle nochmals ein herzliches Dankeschön an Jo, Rudi, Tobi, Markus, Elke und Steffi vom TC Koralle Muggensturm!

Eintauchen ins Tauchen – Erfolgreiche Projekttage mit der Realschule Rheinmünster

Am Mittwoch und Donnerstag dieser Woche durfte der Tauchclub spannende Projekttage gemeinsam mit der Realschule Rheinmünster gestalten. Unter dem Motto „Eintauchen ins Tauchen“ erhielten neun Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 7 bis 9 einen ersten Einblick in die faszinierende Welt des Gerätetauchens.
Initiiert wurden die Projekttage durch die begleitende Lehrerin Sabrina, die selbst Mitglied im Tauchclub ist und so die Zusammenarbeit ermöglicht hat.
Die Einführung fand direkt im Hallenbad Cuppamare in Kuppenheim statt. Dort vermittelte Tauchlehrerin Steffi die wichtigsten Grundlagen des Gerätetauchens sowie den sicheren Umgang mit der Ausrüstung. Im Anschluss ging es ohne Umwege ins Wasser, wo die Teilnehmenden ihre ersten Atemzüge unter Wasser erleben konnten.
Mit kompletter Tauchausrüstung sammelten die Schülerinnen und Schüler schnell Vertrauen und Sicherheit. Neben wichtigen Übungen wie dem Ausblasen der Maske stand vor allem der Spaß im Vordergrund: Spiele wie Frisbee und Jenga unter Wasser sorgten für Begeisterung und zeigten, wie vielseitig Tauchen sein kann.
Die Projekttage waren ein voller Erfolg und boten eine gelungene Mischung aus Lernen, Teamarbeit und unvergesslichen Erlebnissen unter Wasser.
Ein besonderer Dank gilt unseren engagierten Tauchlehrern Steffi, Joachim und Wolfgang sowie der tatkräftigen Unterstützung von Ralf, Fabienne sowie Andreas (Tauchverein Ebersteinburg). Ohne ihren Einsatz wäre dieses Projekt nicht möglich gewesen.

Wenn der Trocki zur Zwangsjacke wird: AK Medizin Praxis 2026

Es gibt Samstagmorgen, an denen man sich am liebsten noch einmal im Bett umdrehen möchte. Und dann gab es den 14. März 2026. An diesem Tag verwandelte sich das, wie Insider wissen, geradezu luxuriöse Vereinsheim des TC Koralle Muggensturm e.V. in ein hochkarätiges medizinisches Ausbildungszentrum.

Auf der Agenda stand der BTSV-Aufbaukurs „Medizin Praxis“. Dass dieses Seminar einen exzellenten Ruf genießt, zeigte allein schon ein Blick auf die Kennzeichen der Anreisenden: Insgesamt 15 Teilnehmerinnen und Teilnehmer scheuten keine Mühen und reisten aus der halben Bundesrepublik an. Die geografische Bandbreite reichte von der schwäbischen Gemütlichkeit Tübingens bis zur rauen Brise Hamburgs.

Auch die Erfahrungsstufen waren bunt gemischt: Vom motivierten CMAS*-Taucher, der gerade erst die Faszination der Unterwasserwelt entdeckt hat, bis zum routinierten TL*** war alles vertreten.

Unter der souveränen organisatorischen Leitung von Jo Meyer startete der Tag pünktlich und bestens strukturiert. Für den fachlichen Part wurde echte Expertise ins Haus geholt:

Der Tauchmediziner Florian Dresely übernahm die medizinische Leitung und machte von der ersten Minute an klar, dieser Kurs würde alles andere als ein trockenes Theorie-Koma werden. Selbst Teilnehmer, die diesen Aufbaukurs bereits zum wiederholten Male besuchten, gaben unumwunden zu: Hier gab es noch richtig was zu lernen.

Zunächst standen die Basics auf dem Programm, die jedoch im Ernstfall über Leben und Tod entscheiden. Die stabile Seitenlage, die Herz-Lungen-Wiederbelebung (HLW) und der korrekte Einsatz eines AED (Defibrillator) wurden ebenso intensiv gedrillt wie die fachgerechte Gabe von Sauerstoff.

Ein bisschen rustikal, aber extrem faszinierend wurde es dann beim Thema Anatomie. Florian hatte nicht nur bunte Plastikmodelle dabei, sondern echte Schweineorgane aus Schlachtabfällen. Herz, Lunge und Bronchien lagen plötzlich vor uns auf dem Seziertisch. Das klingt im ersten Moment vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig, aber es war das unangefochtene Highlight des Tages! Wenn man einmal direkt gesehen und gefühlt hat, wie eine Lunge funktioniert und wie sich das Gewebe anfühlt, versteht man die Risiken und medizinischen Zusammenhänge beim Tauchen auf eine ganz andere, viel tiefere Art und Weise.

Zum Abschluss eines durchaus gelungenen Seminartages wurde es sportlich: Wie befreit man einen „verunglückten“ und völlig schlaffen Taucher eigentlich aus seinem Trockentauchanzug? Einen bewusstlosen Buddy aus seinem Trocki zu befreien, gleicht manchmal eher einem Ringkampf als einer koordinierten Rettungsaktion. Wer schon einmal versucht hat, sich selbst aus einer zu engen Neoprenmanschette zu pellen, kann sich vorstellen, dass diese Übung so manchen an die Geduldsgrenzen bringt. Aber genau deshalb ist es so wichtig das im Trockenen zu üben!

Aber was wäre ein Seminar beim TC Koralle ohne unsere fantastische Community? Ein riesiges Dankeschön geht an alle Helferinnen und Helfer im Hintergrund. Vom frischen, lebensrettenden Kaffee am Morgen über das Frühstück bis hin zum warmen Mittagessen war die Verpflegung mal wieder auf Sterneniveau. Ein besonderer Dank gilt dabei unserer Edith!

Diese Pausen sind genauso wichtig wie das Seminar selbst. Es wurde gelacht, gefachsimpelt und genetzwerkt. Nordlichter tauschten sich mit Schwaben aus, und am Ende des Tages ging jeder mit neuen Eindrücken und neuen Kontakten nach Hause.

Kurzum: Es war ein großartiger, lehrreicher und absolut geselliger Tag. Wer in Zukunft die Möglichkeit hat, an diesem Seminar beim TC Koralle teilzunehmen, sollte sich diese Chance auf keinen Fall entgehen lassen. Ein rundum gelungener Fortbildungstag, der einen festen Platz in jedem gut geführten Taucherpass verdient!

Bericht: Florian Kurschus & Tessa Bausch

Bilder: Jo Meyer & Tessa Bausch