Links, rechts, geradeaus – die Richtung scheint zunächst klar. Unter Wasser sieht die Sache allerdings schnell etwas anders aus. Wo war noch gleich der Einstieg? Und war dieser Felsen nicht eben schon einmal da?
Zur Not könnte man natürlich einfach dem nächsten Fischschwarm folgen. Schließlich kennt der sich hier bestens aus. Als Navigationshilfe sind die Fische allerdings nur bedingt zu empfehlen…
Wie sich Hilfsmittel zur Orientierung beim Tauchen sinnvoll einsetzen lassen und worauf es bei der sicheren Führung einer Gruppe ankommt, darum ging es beim diesjährigen Kombiseminar „Gruppenführung und Orientierung“ der TSG Karlsruhe und des Tauchclub Koralle.
Los ging es mit der Theorie im Vereinsheim des TCK Muggensturm. Neben der Tauchgangsplanung, dem Briefing und der Durchführung standen die Grundlagen der Gruppenführung unter Wasser sowie der Umgang mit dem Kompass und die natürliche Orientierung auf dem Programm.
Am nächsten Tag wurde es praktisch. Am See wurden zunächst an Land und anschließend im Wasser verschiedene Methoden der Orientierung mit Kompass und anhand natürlicher Orientierungspunkte ausprobiert. Es wurde navigiert, gesucht und zumeist auch gefunden.
Danach ging es um die praktische Gruppenführung. Die Teilnehmenden übernahmen selbst die Führung und mussten verschiedene Situationen und simulierte Zwischenfälle bewältigen. Begleitet und unterstützt von erfahrenen Tauchlehrerinnen und Tauchlehrern standen dabei Kommunikation, Aufmerksamkeit, der Umgang mit unerwarteten Situationen und das Treffen sicherer Entscheidungen unter Wasser im Mittelpunkt.
Fazit
Das Ausbildungswochenende verband Theorie mit viel praktischer Erfahrung. Die Teilnehmenden konnten ihre Kenntnisse in Orientierung und Gruppenführung in unterschiedlichen Situationen anwenden und dabei wertvolle Erfahrungen für sichere und eigenständige Tauchgänge sammeln.
Am Ende wurde einmal mehr klar: Auch wenn ein Fischschwarm durchaus überzeugend navigiert, bleiben Kompass und Buddy doch die zuverlässigeren Begleiter.
Ein großer Dank gilt allen Ausbilderinnen und Ausbildern sowie den Helferinnen und Helfern der TSG Karlsruhe und des TCK Muggensturm, die das Seminar vorbereitet, begleitet und mit viel Herzblut durchgeführt haben.
Wir freuen uns schon auf das nächste Seminar, wenn es wieder heißt: „Wo geht’s eigentlich lang?



