Hallo Taucher,

willkommen auf der Homepage des Tauchclub „Koralle“ e.V. Muggensturm. Auf den folgenden Seiten findest Du sicherlich Interessantes rund um unseren Verein und das Tauchen.

Halloween-Tauchen am Deglersee – Gruselspaß über und unter Wasser

Am Halloween-Wochenende verwandelte sich der Deglersee in eine schaurige Unterwasserwelt. Von Freitag bis Sonntag konnten mutige Taucherinnen und Taucher in die gruselige Atmosphäre eintauchen und den See einmal von seiner besonders schaurigen Seite erleben.

Der Tauchclub Koralle war selbstverständlich mit zahlreichen Mitgliedern über die beiden Tage hinweg vertreten. Ob bei Tageslicht, gemütlich vom Camper aus oder bei einem Nachttauchgang, für jeden war das passende Taucherlebnis dabei.

Natürlich kam auch das leibliche Wohl nicht zu kurz. Die Taufabrik mit ihrem Team sorgte mit Chili con Carne und Kartoffelsuppe für die richtige Stärkung nach dem Tauchgang. Wer anschließend noch etwas fröstelte, konnte sich bei Glühwein oder Kinderpunsch wieder aufwärmen.

Lust bekommen, selbst abzutauchen?

Du interessierst dich für das Tauchen und möchtest einen weltweit anerkannten Tauchschein erwerben? Dann bist du beim Tauchclub Koralle genau richtig für einen Tauchkurs um beim nächsten Halloween Tauch-Event in 2027 dabei zu sein.

Für den kommenden Kurs findet am 18. Februar 2027 um 18:00 Uhr ein Informationsabend in unserem Vereinsheim statt.

Komm einfach vorbei, informiere dich und tauche mit uns ein in die faszinierende Unterwasserwelt! (Bastian)

Flusstauchen: Wo andere schwimmen, krabbeln wir!

Oktober 2025 – und nein, wir haben uns nicht im Datum geirrt. Tatsächlich hatten sich die meisten Teilnehmer bereits ein Jahr im Voraus für diesen Kurs angemeldet. Wenn ein Kurs einen solchen Ruf genießt, sind die Erwartungen natürlich hoch. Also reisten wir voller Vorfreude an die Schweizer Grenze. Was uns dort erwartete, war allerdings mehr als nur Tauchen in der Strömung: Steine bezwingen, sich am Flussbett entlanghangeln und zwischendurch einfach mal fliegen. Aber der Reihe nach …

Am Samstagmorgen ging es mit einem kurzen, aber einprägsamen Theorieblock los. Strömungen und ihre Entstehung standen ebenso auf dem Programm wie das Verhalten von Fischen, Pflanzen und natürlich den Neoprenpartikeln – alias Mittauchern – bei wechselnden Strömungsverhältnissen. Schließlich will man ja wissen, was sich wohin treiben lässt und ob man selbst noch hinterherkommt! Beim Thema Ausrüstung wurde es spannend: Neoprenfüßlinge mit Laufsohle? Check! Warum wir plötzlich Taucher mit Wanderschuhen sein sollten, würde sich später noch zeigen. Und die Neoprenhandschuhe? Die durften ebenfalls zu Hause bleiben – Arbeitshandschuhe sind angesagt. Schließlich wollen wir nicht nur tauchen, sondern offenbar auch ordentlich anpacken! Dafür wurde die Ausrüstungsliste erfreulich kurz: Kompass, Lampe, Boje? Bleibt alles in der Kiste! Orientierung ist offenbar überbewertet, und wer Licht braucht, ist hier sowieso falsch. Auch der zweite Atemregler durfte zu Hause bleiben. Schließlich soll der Buddy selbst schauen, wo er bleibt! Eine kleine Einschränkung gab es allerdings: Wir arbeiten weiterhin nach dem Musketierprinzip – einer für alle, alle für einen. Lässt einer los, lassen alle los! Unter Wasser wird weniger geschwommen als gekrabbelt. Die Flossen dienen dabei hauptsächlich der Stabilisierung – Schwimmstil war gestern! Nachdem wir nun theoretisch bestens auf das Abenteuer Flusstauchen vorbereitet waren, konnten wir es kaum erwarten, endlich ins Wasser zu kommen. Zu guter Letzt wurden uns die Tauchplätze und der geplante Ablauf gezeigt. Und spätestens jetzt stieg die Vorfreude noch einmal, auch wenn wir langsam ahnten, warum unsere Füßlinge unbedingt eine Laufsohle brauchen … Aber genug der Theorie – endlich ging es ans Wasser! Bei herrlichem Regenwetter machten wir uns auf den Weg nach Schaffhausen zur Rhybadi, einem historischen Freibad, in dem wir unsere ersten Runden drehen und uns zum ersten Mal in den Rhein wagen durften. Dank des niedrigen Wasserstands hielt sich die Strömung in Grenzen – perfekt, um uns langsam an das neue Abenteuer heranzutasten. Dafür entpuppte sich der Gewässergrund als wahre Schatzkammer: Feuerzeuge, Bierflaschen, Würfel, Haarklammern und allerlei weiterer Krimskrams. Offenbar hatte sich hier über die Jahre so einiges angesammelt. Von Gold und Silber fehlte zwar jede Spur, aber langweilig wurde es beim Stöbern trotzdem nicht! Auch einige Fischschwärme und Welse in unterschiedlichen Größen gab es zu entdecken. Die erhofften Lichterspiele mussten wir uns allerdings dazu denken. Sonne hatten wir an diesem Tag leider nicht mitgebucht. Nach zwei bis drei Tauchgängen hieß es dann: raus aus dem Wasser, für heute ist Schluss! Die ersten Erfahrungen im Rhein waren gesammelt und wir hatten schon einiges zu erzählen. Den Abend ließen wir gemütlich im Landgasthof ausklingen. Doch während das Essen schmeckte und der Tag langsam ausklang, waren unsere Gedanken längst beim nächsten Morgen: Endlich richtig in den Rhein, endlich Strömung! Ein bisschen mehr Action durfte es schließlich schon sein. Wir waren gespannt, was der nächste Tag für uns bereithalten würde – und ahnten noch nicht, wie breit unser Grinsen nach den ersten Strömungstauchgängen werden sollte.Neuer Tag, neues Glück! Der Himmel hatte sein Bedürfnis nach Flüssigkeitsverlust fürs Erste eingestellt. Wurde auch Zeit – wer will beim Tauchen schließlich schon nass werden? Also ging es erneut nach Schaffhausen, diesmal zur Flurlinger Brücke, rund drei Kilometer flussaufwärts des Rheinfalls. Hier sollte es endlich richtig zur Sache gehen und wir hofften auf ordentlich Strömung. Ein kleines Detail gab es allerdings noch zu beachten: den Rhein rechtzeitig wieder zu verlassen. Unser Minimalziel für den Tag war also klar: Hauptsache, wir landen nicht im Rheinfall! An der Einstiegsstelle angekommen, wurde schnell klar: Zum SK Flusstauchen könnte man eigentlich gleich noch ein SK Berggämse anbieten. Denn bevor wir überhaupt den Fluss erreichten, mussten erst einmal einige mächtige Steinquader bezwungen werden. Von wegen einfach abtauchen und loslegen! Auch hier machte sich der niedrige Wasserstand bemerkbar. Immerhin ließ sich in der Flussmitte bereits eine leichte Strömung erkennen. Beim Briefing wiederholte wir, wie wir uns unter Wasser fortbewegen sollten, um den Rhein zu queren. Und damit hieß es: einmal alles vergessen, was wir bis zu unserer bisherigen Brevetierung gelernt hatten! Elegantes Schweben? Perfekter Flossenschlag? Heute nicht! Stattdessen machten wir uns möglichst flach am Flussgrund, streckten die Hände nach vorne und hangelten uns wie überdimensionierte Wasserkäfer von Stein zu Stein. Die Flossen baumelten mehr oder weniger dekorativ hinterher. Aufwirbeln? Ach, was soll’s – die Strömung wird den aufgewirbelten Dreck schon mitnehmen! Also rein in den Rhein, Kopf unter Wasser und los geht’s! Doch auch hier machte sich der niedrige Wasserstand bemerkbar. Bis zum ersten Brückenpfeiler war alles ein Kinderspiel. Als wir den Pfeiler hinter uns gelassen hatten und uns in Richtung Flussmitte bewegten, konnten wir endlich eine Strömung ausmachen. Genug, um uns auszumalen, was hier wohl abgeht, wenn der Rhein einmal ordentlich Wasser führt. Also tauchten wir weiter und tasteten uns unter Wasser von Stein zu Stein, hinter den Brückenpfeiler konnten wir im Strömungsschatten nochmal kurz die Arme ausschütteln bevor es ein letztes Mal krabbeln hieß. Am anderen Ufer angekommen, wartete schon das nächste Hilfsmittel auf uns: ein Stahlseil, an dem wir uns flussaufwärts hangeln konnten. Und dann kam endlich der Moment, auf den wir alle gewartet hatten: Loslassen und fliegen! Plötzlich hieß es nicht mehr krabbeln und ziehen, sondern treiben lassen. Die Strömung übernahm das Kommando und beförderte uns gemütlich flussabwärts. Ein herrliches Gefühl! Doch bevor wir uns allzu sehr ans Fliegen gewöhnen konnten, mussten wir den Rhein ein letztes Mal queren, um wieder auf der richtigen Seite ans Ufer zu gelangen. Einige hatten riesiges Glück und trafen auf jede Menge Welse. Andere mussten sich mit Aalen begnügen, die fast als Haltegriff genutzt worden wären, sowie mit Barschen und Hechten. Aber auch die wollten erst einmal entdeckt werden! Kaum aus dem Wasser, war Schluss mit Schweben und Fliegen: Flossen unter den Arm und zurück zum Einstieg marschieren! Jetzt schlug die Stunde unserer Füßlinge mit Laufsohle – denn wer flusstaucht, muss auch wandern können. Nach einigen Runden stand am Auto der Boxenstopp zum Flaschenwechsel an. Flaschen voll, Grinsen breit, ab zurück in die Strömung! Viel zu schnell war es Mittag und damit der Kurs leider auch schon wieder vorbei. Wir hätten uns gern noch ein paar Runden durch die Strömung treiben lassen!Die wichtigste Erkenntnis des Wochenendes? Wer plötzlich den Stein in der Hand hält, an dem er sich gerade noch festhalten wollte, hat ein Problem. Gilt übrigens beim Klettern genauso! Wir möchten uns ganz herzlich bei Jo und seinem Team bedanken für das Unvergessliche Wochenende. Diesen Kurs können wir nur wärmstens empfehlen und hat uns unglaublich viel Spaß gemacht. (Bericht von Sophie)

Abtauchen 2026

Bei wunderschönem Wetter trafen sich zwei Handvoll Mitglieder des Tauchclubs Koralle am Degler See in Plittersdorf um das alljährliche Ab-Tauchen zu zelebrieren. An diesem Tag wird ganz inoffizielle die Nass-Tauchsaison beendet und der Neoprenanzug ins Winterquartier verbracht.

Mit freundlicher Unterstützung der Tauchfabrik Rastatt konnten wir an dem Tag zwei wunderschöne Tauchgänge durchführen und anschließend in der noch warmen Oktober-Sonne das ein oder andere Kaltgetränk genießen.

Am frühen Abend ging es dann am Vereinsheim in Muggensturm mit einem zünftigen Grillen weiter.

 

AK Gruppenführung und AK Orientierung

Links, rechts, geradeaus – die Richtung scheint zunächst klar. Unter Wasser sieht die Sache allerdings schnell etwas anders aus. Wo war noch gleich der Einstieg? Und war dieser Felsen nicht eben schon einmal da?
Zur Not könnte man natürlich einfach dem nächsten Fischschwarm folgen. Schließlich kennt der sich hier bestens aus. Als Navigationshilfe sind die Fische allerdings nur bedingt zu empfehlen…

Wie sich Hilfsmittel zur Orientierung beim Tauchen sinnvoll einsetzen lassen und worauf es bei der sicheren Führung einer Gruppe ankommt, darum ging es beim diesjährigen Kombiseminar „Gruppenführung und Orientierung“ der TSG Karlsruhe und des Tauchclub Koralle.

Los ging es mit der Theorie im Vereinsheim des TCK Muggensturm. Neben der Tauchgangsplanung, dem Briefing und der Durchführung standen die Grundlagen der Gruppenführung unter Wasser sowie der Umgang mit dem Kompass und die natürliche Orientierung auf dem Programm.

Am nächsten Tag wurde es praktisch. Am See wurden zunächst an Land und anschließend im Wasser verschiedene Methoden der Orientierung mit Kompass und anhand natürlicher Orientierungspunkte ausprobiert. Es wurde navigiert, gesucht und zumeist auch gefunden.

Danach ging es um die praktische Gruppenführung. Die Teilnehmenden übernahmen selbst die Führung und mussten verschiedene Situationen und simulierte Zwischenfälle bewältigen. Begleitet und unterstützt von erfahrenen Tauchlehrerinnen und Tauchlehrern standen dabei Kommunikation, Aufmerksamkeit, der Umgang mit unerwarteten Situationen und das Treffen sicherer Entscheidungen unter Wasser im Mittelpunkt.

Fazit

Das Ausbildungswochenende verband Theorie mit viel praktischer Erfahrung. Die Teilnehmenden konnten ihre Kenntnisse in Orientierung und Gruppenführung in unterschiedlichen Situationen anwenden und dabei wertvolle Erfahrungen für sichere und eigenständige Tauchgänge sammeln.

Am Ende wurde einmal mehr klar: Auch wenn ein Fischschwarm durchaus überzeugend navigiert, bleiben Kompass und Buddy doch die zuverlässigeren Begleiter.

Ein großer Dank gilt allen Ausbilderinnen und Ausbildern sowie den Helferinnen und Helfern der TSG Karlsruhe und des TCK Muggensturm, die das Seminar vorbereitet, begleitet und mit viel Herzblut durchgeführt haben.

Wir freuen uns schon auf das nächste Seminar, wenn es wieder heißt: „Wo geht’s eigentlich lang?